
KI im Bauwesen
KI im Bauwesen –
Leitfaden für Entscheider:Innen
Orientierung für Planungsbüros, Bauunternehmen und Vergabestellen: belegte Zahlen, geprüfte Werkzeuge und klare Leitplanken für Submission, Kalkulation, Planung und BIM.
Einsatzfelder
Submission bis BIM
Datenlogik
Ampel mit 4 Umgebungen
Werkzeuge
Nach Aufgabe sortiert
Stand
24. August 2026
So liest du diese Seite: vier Etappen, kein Vorwissen nötig
Diese Seite ist ein Leitfaden, kein Fachartikel. Du musst nichts über KI wissen, um sie zu nutzen. Jedes Kapitel beginnt mit einer einfachen Erklärung und endet mit einem konkreten nächsten Schritt. Fachbegriffe stehen unten im Glossar.
Verstehen
Was KI im Bauwesen heute wirklich kann, wo sie im Alltag stockt und welche drei Ausgangslagen es gibt.
Kapitel 01–04 →
BAbsichern
Welche Daten in welches Werkzeug dürfen, wie du Anbieter prüfst und welches Modell freigebbar ist.
Kapitel 05–08 →
CUmsetzen
Das 3-Zonen-Modell, vier Startschritte und geprüfte Werkzeuge nach Aufgabe sortiert.
Kapitel 09–12 →
DVertiefen
Podcasts, Studien, Weiterbildung und alle Quellen mit Datum, wenn du weiterlesen willst.
Kapitel 13–16 →
Du hast 3 Minuten
Lies die Landkarte darunter und das 3-Zonen-Modell. Das reicht, um in einer Sitzung mitzureden.
Du hast 15 Minuten
Nimm zusätzlich die Datenampel und die Modellwahl. Danach weisst du, was ihr sofort verbieten und was ihr freigeben könnt.
Du willst starten
Arbeite die vier Startschritte durch und nutze die verlinkten Werkzeuge. Alles ist frei zugänglich.
Deine Checkliste: fünf To-dos
0 / 5 erledigt
Das sind die fünf Schritte, die am Schluss dieser Seite erledigt sein sollten. Häkchen bleiben auf diesem Gerät gespeichert.
- Im Team fragen, wer heute schon KI nutzt — und über welches Konto. dazu lesen →
- Datenampel ausfüllen: was darf raus, was bleibt intern? dazu lesen →
- Bestehende Verträge prüfen (Microsoft 365, Google, OpenAI): Business oder Gratis? dazu lesen →
- Eine KI-Richtlinie auf einer Seite festhalten und kommunizieren. dazu lesen →
- Einen Pilotfall wählen, der in 4 Wochen messbar ist. dazu lesen →
Die Landkarte: in fünf Schritten von der ersten Anwendung zum sicheren Rollout
Fünf Etappen von den Anwendungen über Leitplanken, Toolwahl und Zonenmodell bis zu Pilot und Rollout. Alles Weitere auf dieser Seite hängt an diesen fünf Punkten.
Warum KI im Bauwesen stockt und was tatsächlich hilft
KI wird in Planungsbüros, Bauunternehmen und Vergabestellen längst genutzt, häufig über private Konten und ohne einheitliche Regeln. Nicht die bekannteste KI gewinnt. Entscheidend ist, ob sie im richtigen Prozess, mit den richtigen Daten und unter klaren Regeln eingesetzt wird.
Kurz erklärt
KI-Werkzeuge wie ChatGPT beantworten Fragen und schreiben Texte, weil sie aus riesigen Textmengen gelernt haben. Sie prüfen nichts nach. Sobald jemand Offerten, Pläne oder Personendaten hineinkopiert, verlässt Firmenwissen das Unternehmen.
Genau daraus entstehen die drei Muster unten. Du musst dafür nichts über Technik wissen — es sind Organisationsfragen.
Schatten-KI
Mitarbeitende arbeiten mit privaten Gratis-Konten. Eingaben, Uploads und Websuche laufen an der Firma vorbei.
Toolchaos
Jede Abteilung testet etwas anderes. Niemand weiss, welches Werkzeug für welche Datenklasse freigegeben ist.
Blockade
Aus Unsicherheit wird alles verboten. Der Nutzen in Submission, Kalkulation und Dokumentation bleibt liegen.
Erst die Leitplanken. Dann der Produktivitätsgewinn.
Dein nächster Schritt: Frag im nächsten Teammeeting offen, wer heute schon KI nutzt und womit. Diese eine Frage zeigt dir in fünf Minuten, wie gross deine Schatten-KI ist.
Wo du stehst: drei typische Ausgangslagen im Bauwesen
Such dir die Spalte, die deinem Betrieb am nächsten kommt. Sie sagt dir, welche Kapitel dieser Seite für dich zuerst zählen.
Planungsbüros
Dokumentation, Leistungsverzeichnisse, Varianten, Protokolle und BIM-Koordination beschleunigen, ohne Projektwissen, Urheberrechte und Kundendaten aus der Hand zu geben.
Weniger Zeit für repetitive Dokumentarbeit. Mehr Zeit für Planung, Qualität und Koordination.
Bauunternehmen
Submission, Kalkulation, Angebotsvergleich, Baustellenrapportierung, Mängeldokumentation und interne Wissensarbeit. Preise, Personal- und Projektdaten sind besonders sensibel.
Schnellere Vorbereitung und sauberere Dokumentation, ohne Kalkulationswissen unkontrolliert auszulagern.
Vergabestellen
Nachvollziehbare Vollständigkeitsprüfungen, Kriterienmatrizen und strukturierte Angebotsvergleiche. Gleichbehandlung und Nachvollziehbarkeit bleiben zwingend.
KI strukturiert und prüft. Menschen bewerten und entscheiden.
Typische Entscheider:innen: Geschäftsleitung, Bereichsleitung, BIM- und Digitalverantwortliche, Kalkulation, Beschaffung, IT sowie Datenschutz und Compliance.
Wo KI heute am meisten Zeit spart
Die Reihenfolge ist keine Marktstatistik. Sie priorisiert den erwartbaren Nutzen und die Nähe zu bestehenden Bauprozessen. Zu jeder Anwendung gehört ein Kontrollpunkt, der beim Menschen bleibt.
So liest du die Tabelle
Links steht die Aufgabe, in der Mitte, was du dadurch gewinnst, rechts der Punkt, an dem ein Mensch prüfen muss. Der Kontrollpunkt ist kein Kleingedrucktes: KI erfindet gelegentlich Normen, Zahlen und Fristen, die plausibel klingen.
Submission
Unterlagen strukturieren, Anforderungen extrahieren, Fristen und Nachweise prüfen.
Kontrolle: Keine automatische Eignungs- oder Zuschlagsentscheidung.
Vertragsprüfung
Klauseln, Abweichungen, Pflichten und offene Punkte sichtbar machen.
Kontrolle: Juristische Prüfung bleibt beim Menschen.
Angebotsvergleich
Positionen normalisieren, Unterschiede und fehlende Angaben markieren.
Kontrolle: Bewertungskriterien und Gewichtung bleiben verbindlich.
Kalkulation
Annahmen dokumentieren, Varianten vergleichen, Texte und Mengengerüste vorbereiten.
Kontrolle: Interne Preise und Margen nur in freigegebener Umgebung.
Planung
Varianten, Berichte, Protokolle und Leistungsverzeichnisse vorbereiten.
Kontrolle: Fachliche Plausibilitätskontrolle zwingend.
Baustellenrapport
Notizen, Fotos und Tagesberichte strukturiert zusammenführen.
Kontrolle: Personen- und Projektdaten klassifizieren.
BIM und CDE
Dokumente erschliessen, Regeln prüfen und Projektwissen auffindbar machen.
Kontrolle: BIM/CDE bleibt führende Datenquelle.
Dein nächster Schritt: Wähle genau eine Zeile aus, die euch heute am meisten Zeit kostet. Mit dieser einen Aufgabe startest du später den ersten Pilotversuch.
Sechs Zahlen, mit denen du intern überzeugst
Diese Zahlen brauchst du, wenn dich jemand fragt, warum ihr euch überhaupt damit befasst. Jede stammt aus einer abgerufenen Quelle, ist verlinkt und nicht geschätzt. Stand der Recherche: 24. August 2026.

60 / 40
Durchschnittliche Zuschlagsgewichtung des Bundes: 60 Prozent Qualität, 40 Prozent Preis.
Reporting Set Beschaffungscontrolling 20242,73 Mrd.
Franken, 35 Prozent der Beschaffungszahlungen des Bundes, betreffen den Bau.
Reporting Set 202433,4 %
des Vertragsbudgets ist die durchschnittliche Streitsumme in Bauprojekten weltweit.
HKA CRUX Insight 83 336
Einzeltests über 8 KI-Modelle im Kanton Zürich: Zählen und Messen auf Plänen bleibt unzuverlässig.
Innovation Sandbox Kanton Zürich5 600
fehlende Fachkräfte bis 2040, jede sechste Stelle im Bauhauptgewerbe.
SBV Fachkräftemangelstudie
Bewusst nicht aufgeführt, weil nicht unabhängig verifizierbar: pauschale Aufwandsreduktionen einzelner Anbieter. Belegbar ist die qualitative Aussage, dass Angebotsprüfung die erste ökonomisch zwingende KI-Anwendung im Bau ist (Anbieterangabe Scait).
Tool prüfen: woran du ein freigabefähiges Werkzeug erkennst
Bevor du dich für ein Werkzeug entscheidest: Derselbe Anbieter hat je nach Tarif, Vertrag und Konfiguration völlig unterschiedliche Datenschutzbedingungen. Deshalb wird nicht ein Hersteller freigegeben, sondern eine Prüflogik etabliert.
Warum es auf den Tarif ankommt
Gratis- und Privatabos erlauben dem Anbieter meist, deine Eingaben weiterzuverwenden. Erst ein Geschäftsvertrag mit Auftragsverarbeitungsvertrag (kurz DPA) schliesst das aus. “ChatGPT ist erlaubt” ist deshalb nie eine gültige Antwort — die Frage lautet immer: in welcher Version, mit welchem Vertrag, mit welchen Einstellungen.
DPA
Gibt es einen Auftragsbearbeitungsvertrag? Ohne DPA ist jede Verarbeitung schützenswerter Daten ungedeckt.
Datenarten
Dürfen Personen- und vertrauliche Daten überhaupt verarbeitet werden, und unter welchen Bedingungen?
Eigennutzung
Werden Eingaben oder Ausgaben fürs Training oder andere eigene Zwecke des Anbieters verwendet?
Websuche
Welche zusätzlichen Bedingungen gelten für Bing, Google Search oder andere Suchdienste? Hier endet Souveränität oft.

Praxisregel — nicht verhandelbar
Gratis- und Privattarife raus
Free-, Plus- und private Accounts gehören nicht in Prozesse mit schützenswerten Daten — Offerten, Personendaten, Vertragswerke.
Mindeststandard
- Business- oder Enterprise-Vertrag
- Unterzeichneter DPA / Auftragsbearbeitungsvertrag
- Korrekte Konfiguration (kein Training, Region, Retention)
Datenampel: welche Daten in welches Tool dürfen
Die Datenampel ist das wichtigste Blatt Papier im ganzen Projekt: Sie sagt jeder Mitarbeiterin, welche Art von Information in welches Werkzeug darf. Grün heisst zulässig, wenn die Grundpflichten erfüllt sind. Gelb heisst nur unter konkret benannten Bedingungen. Rot heisst nicht zulässig oder nur mit ausdrücklicher Zustimmung. Der Auszug zeigt vier von acht Datenklassen aus dem Workshop-Artefakt.
So benutzt du die Tabelle
Links stehen Arten von Informationen, oben vier Umgebungen — vom öffentlichen Gratis-Chat bis zum Server im eigenen Haus. Suche die Zeile deiner Information und schau, welche Farbe in deiner Spalte steht. Rot heisst: gar nicht erst hochladen.
| Datenkategorie | Gratis-Chatbot | Enterprise-Abo | Schweizer Hosting | On-Premise |
|---|---|---|---|---|
Öffentliche Ausschreibungsunterlagen (auf simap.ch publiziert) Achtung: Beilagen mit Ansprechpersonen sind Personendaten (Art. 5 lit. a DSG). | Grün | Grün | Grün | Grün |
Interne Kalkulationsdaten (Stundensätze, Zuschläge, Marge) Geschäftsgeheimnis: Vertraulichkeit und Trainingsfreiheit müssen vertraglich belegt sein. | Rot | Gelb | Grün | Grün |
Personendaten Mitarbeitende (Löhne, Qualifikationen, Beurteilungen) Art. 6, 9 und 16 DSG. Emotionserkennung am Arbeitsplatz ist ausgeschlossen. | Rot | Gelb | Grün | Grün |
Personendaten Bauherrschaft (Namen, Finanzierung, Korrespondenz) Art. 9 Abs. 1 lit. b DSG: nur wenn keine Geheimhaltungspflicht entgegensteht. | Rot | Gelb | Grün | Grün |
Rechtsbezug: revDSG Art. 6, 9, 16 und 21. Keine Rechtsberatung, sondern Arbeitsgrundlage für die interne Klassifikation.
Dein nächster Schritt: Übernimm diese Tabelle als Entwurf, streiche die Zeilen, die euch nicht betreffen, und lass sie von Geschäftsleitung und Datenschutzverantwortlichen abnicken. Eine Seite genügt.
“Swiss AI” richtig einordnen: Datenstandort ist nicht Datenhoheit
“Schweizer KI” klingt nach Sicherheit, meint aber je nach Anbieter etwas völlig anderes. Schweizer Firma, Schweizer Hosting und Schweizer Modell sind drei verschiedene Eigenschaften. Kein verglichenes Angebot erfüllt derzeit alle drei Ebenen gleichzeitig vollständig.
Kurz erklärt
Drei Dinge werden hier gern vermischt: Wo die Firma sitzt, wo die Server stehen und wer das KI-Modell gebaut hat. Ein US-Konzern kann in Zürich hosten und trotzdem US-Recht unterliegen. Frag darum immer nach allen drei Punkten — plus der Websuche.
Eigenes Modell
Giotto.ai entwickelt ein eigenes Schweizer Modell, mit offenen Fragen zu Hosting und unabhängigen Leistungstests.
Schweizer Dach
Schweizer Firma und Schweizer Recht, während Hosting oder Modelle teilweise aus dem Ausland stammen.
Schweizer Server
Schweizer Infrastruktur, häufig mit offenen Modellen aus China, Europa oder den USA.

- Nicht mit dem Schweizer Kreuz argumentieren, sondern mit dokumentierten Datenflüssen und Verträgen.
- Modellstandort und Chat-Speicherort getrennt abfragen.
- Websuche separat prüfen. Dort endet die versprochene Souveränität häufig.
- Modellherkunft transparent machen. Schweigen ist ebenfalls eine Information.
Hosting, Verarbeitung, Modellherkunft und Websuche sind vier Fragen, nicht eine.
Vergleichsbasis: swissAI-Auswertung Schweizer KI-Chats, Momentaufnahme August 2026. Souveräne Bausteine mit Schweizer Datenhaltung: Infomaniak, Apertus und Exoscale.
Welches KI-Modell du freigeben kannst und unter welcher Bedingung
Die häufigste Frage in Workshops lautet: Welches nehmen wir denn nun? Hier ist die Kurzfassung des Tool-Checks auf Basis der Analyse von VISCHER Rechtsanwälten, Stand 8. Juli 2026. Bewertet sind Business-Angebote. Gratis- und Privatversionen sind für den Unternehmenseinsatz bei keinem Anbieter geeignet.
Was die Farben bedeuten
Bewertet wird nicht, wie gut ein Werkzeug schreibt, sondern ob du es datenschutzkonform einsetzen darfst. Grün heisst: nutzbar, wenn Vertrag und Einstellungen stimmen. Orange und Gelb heissen: erst nachbessern oder bewusst entscheiden. Rot heisst: Finger weg für schützenswerte Daten.
Mindestanforderungen erfüllt.
Erfüllt, aber nur nach eigenem Risikoentscheid.
Zusatzvertrag, Opt-out oder Konfiguration nötig.
Mindestanforderungen nicht erreicht.
Gemini Enterprise, Workspace, Vertex AI
Innerhalb der Google-Cloud-Vertragswelt grundsätzlich geeignet. Einziger Anbieter mit einer Websuche (“Web Grounding for Enterprise”), die keine Daten fürs Debugging speichert.
Wichtigster Vorbehalt
Für Berufs- und Amtsgeheimnis braucht es einen Zusatzvertrag mit Offline-Billing, meist nur für grössere Kunden. Die kostenlose Business Edition bleibt ungeeignet.
Microsoft
Bedingt einsetzbar365 Copilot, Copilot Chat, Azure OpenAI
Microsoft Customer Agreement und DPA sind eine solide Grundlage, inklusive Zusatz für Berufs- und Amtsgeheimnis, den auch KMU erhalten können.
Wichtigster Vorbehalt
Sobald die Bing-Websuche aktiv ist, fällt dieser Schutz weg, auch bei Azure OpenAI. Für Geheimnisdaten nur ohne Websuche und mit deaktiviertem Abuse Monitoring.
OpenAI
Bedingt einsetzbarChatGPT Team / Enterprise, API
Für die Business-Angebote gibt es DPA, Geheimhaltungsverpflichtung und die Zusage, dass keine Trainingsnutzung stattfindet.
Wichtigster Vorbehalt
Das DPA deckt keine besonders schützenswerten Personendaten ab. Neue Unterauftragsbearbeiter können per Blogpost angekündigt werden. Für Berufs- und Amtsgeheimnis derzeit nicht geeignet.
Anthropic
Bedingt einsetzbarClaude Team / Enterprise, API
Business-Angebote mit DPA, Geheimhaltung und Zusage gegen KI-Training. Claude lässt sich alternativ über Microsoft, Google oder AWS unter deren Vertragswelt beziehen.
Wichtigster Vorbehalt
Wie bei OpenAI deckt das DPA keine besonders schützenswerten Personendaten ab. Für Berufs- und Amtsgeheimnis gibt es direkt bei Anthropic derzeit keinen Weg.
DeepL
EinsetzbarDeepL Pro
Für Übersetzungen von Personendaten und vertraulichen Inhalten zwingend Pro. Die Gratisversion nutzt eingegebene Daten für eigene Zwecke.
Wichtigster Vorbehalt
Kein Standardzusatz für Berufs- und Amtsgeheimnis; individuelle Anpassungen nur bei entsprechendem Vertragsvolumen.
Schweizer Anbieter
Im Einzelfall prüfenu.a. MTF, Alpine AI
Schweizer Provider mit eigenen Auftragsbearbeitungsverträgen. MTF schneidet durchwegs gut ab, die Bandbreite ist aber gross.
Wichtigster Vorbehalt
Bei Alpine AI gilt die Vertraulichkeit nur befristet, die Datennutzung bei Websuche über Dritte bleibt unklar.
Bevor du freigibst
- Vertragsebene klären: Welcher Vertrag gilt für welche Version des Tools?
- Abuse Monitoring prüfen: Gibt es ein Opt-out und ist es aktiviert?
- Websuche separat beurteilen: Sie untersteht meist anderen Bedingungen.
- Weisung erlassen: Eine Tool-Freigabe allein ersetzt keine Datenregeln.
Vollständige Einordnung mit allen Anbietern: KI-Tool-Check · Grundlage: VISCHER KI-Blog-Serie Teil 31, Stand 08.07.2026.
Dein nächster Schritt: Kläre zuerst, welchen Vertrag ihr heute schon habt — oft ist Microsoft 365 bereits im Haus und damit ein freigebbarer Weg vorhanden, ohne dass jemand etwas Neues kaufen muss.
Das 3-Zonen-Modell: klare Regeln statt pauschaler Verbote
Das ist die Kernidee dieser Seite. Statt einer generellen Freigabe oder eines generellen Verbots: drei klar getrennte Zonen mit unterschiedlichen Regeln, Werkzeugen und Verantwortlichkeiten.
Kurz erklärt
Stell dir eine Baustelle vor: öffentlicher Bereich, abgesperrter Bereich, Sperrzone. Für Daten gilt dasselbe. Jede Zone hat eigene Werkzeuge, eigene Regeln und eine verantwortliche Person. Wer weiss, in welcher Zone er arbeitet, muss nicht bei jedem Dokument neu nachdenken.
Alltag und öffentliche Daten
Ist Microsoft 365 vorhanden, ist Copilot ein pragmatischer Standardassistent. Alternativ eine Enterprise-Umgebung mit DPA. Beispiele: E-Mails, Protokolle, Recherche, bereits öffentliche Submissionsunterlagen.
Vertrauliche Projektdaten
Verträge, Angebote, Kalkulation sowie Personal- und nicht öffentliche Projektdaten gehören in eine kontrollierte Umgebung. Websuche deaktivieren, Zugriffe protokollieren, Löschung regeln, regionale Verarbeitung prüfen.
Führende Kernsysteme
BIM, CDE, ERP und Kalkulationssystem bleiben die verbindliche Datenquelle. KI greift kontrolliert über API oder RAG zu. Datei-Uploads in beliebige Chats sind kein Integrationskonzept.
Standardisieren, trennen, kontrollieren.
Dein nächster Schritt: Ordne eure fünf häufigsten Dokumenttypen einer Zone zu. Was übrig bleibt und sich nicht zuordnen lässt, ist genau der Fall, den ihr zuerst klären müsst.
In vier Schritten startklar
Kein IT-Projekt, kein Budgetantrag. Diese vier Schritte schaffst du mit einem kleinen Team in wenigen Wochen — in dieser Reihenfolge.
- 1
KI-Richtlinie
Genehmigte Tools, Datenampel, Regeln für Websuche und Uploads. Eine Seite reicht für den Start.
Zum KI-Richtlinien-Generator - 2
Daten klären
Datenarten, Aufbewahrung, Löschung und Verantwortlichkeiten pro Prozess festlegen.
- 3
Prozesse wählen
Drei Pilotfälle mit messbarem Nutzen, klarer Datenquelle und definierter Qualitätskontrolle.
- 4
Haltung entwickeln
Team schulen, Fehler sichtbar machen, Regeln nach jedem Pilot verbessern.
Dein nächster Schritt: Fang mit Schritt 1 an: Der verlinkte Generator erstellt dir kostenlos eine erste KI-Richtlinie, die du intern anpassen kannst.
Werkzeuge, die du heute nutzen kannst
Keine beliebige Linkliste. Jede Ressource löst eine konkrete Aufgabe auf dem Weg vom ersten Interesse zum kontrollierten KI-Einsatz. Alle frei zugänglich.
KI-Richtlinien-Generator
Erstellt die Grundlage für genehmigte Tools, Datenregeln, Verantwortlichkeiten und Transparenz.
Öffnen →ToolwahlKI-Tool-Finder
Hilft Teams, passende Werkzeuge nach Aufgabe und Anforderung strukturiert einzugrenzen.
Öffnen →Meeting-DatenMeeting-Tool-Check Schweiz und EU
Ordnet Transkriptions- und Meeting-Tools nach Datenschutz, Datenflüssen und Einsatzbedingungen ein.
Öffnen →AlternativenEuropäische KI-Lösungen
Macht europäische Anbieter und Alternativen zu den grossen US-Plattformen auffindbar.
Öffnen →UmsetzungAgent-Skills und Vorlagen
Wiederverwendbare Arbeitsabläufe für konkrete Aufgaben statt immer neuer Einzelprompts.
Öffnen →Software nach Aufgabe: welches Werkzeug wofür
Auszug aus der Recherche vom 24. August 2026. Preise und Bedingungen sind Momentaufnahmen und müssen vor jedem Einsatz erneut geprüft werden. “n.a.” heisst: aus der abgerufenen Quelle nicht belegbar.
Submission und Ausschreibung
Scait
Schweiz, Risch-Rotkreuz
KI-Analyse von Bausubmissionen, Datenstandort Schweiz, strikte Mandantentrennung.
Preis n.a.
Aitenders
Frankreich
RFP- und Tender-Analyse, Requirements Management, Word-Add-in.
Preis n.a.
simap.ch
Schweiz, Bund und Kantone
Offizielle CH-Plattform für öffentliche Ausschreibungen, Pflichtkanal für Submissionen.
kostenlos
Responsive
USA
KI-RFP-Software für Angebots- und Vertriebsteams.
ab USD 10'000
Kalkulation, LV und Vergabe
NEVARIS Build
DE/AT, Nemetschek
AVA und Baumanagement, Kalkulation, Leistungsverzeichnisse, Modell-zu-Vergabe.
Preis n.a.
RIB iTWO
Deutschland
5D-Kalkulation, modellbasierte Mengen- und Kostenermittlung.
Preis n.a.
ORCA AVA
Deutschland
AVA für Fachplaner und Architektinnen, Textdatenbank AUSSCHREIBEN.DE.
Preis n.a.
CRB
Schweiz
NPK, BKP, eBKP-H/T und Regelsatz eBKP–IFC. Ohne diese Struktur keine KI-Mengenermittlung.
Mitgliedschaft
Planung und Entwurf
Autodesk Forma
USA
Früher Entwurf und Städtebau mit KI-Analysen, ACC ist Teil von Forma.
Preis n.a.
Snaptrude
Indien/USA
Kollaboratives BIM im Browser, Revit- und Rhino-Interoperabilität.
ab USD 60/Monat
TestFit
USA
Generative Machbarkeitsstudien: Ausnutzung, Parkierung, Wirtschaftlichkeit.
ab USD 195/Monat
Finch3D
Schweden
Generatives Entwerfen mit Echtzeit-Feedback zur Grundrissqualität.
Preis n.a.
Planprüfung und Modellqualität
Solibri
Finnland, Nemetschek
Regelbasierte Modellprüfung, IDS-Workflows, Clash Detection.
Preis n.a.
Revizto
Schweiz, Pully
Issue-Tracking über 2D und 3D, Clash-Management, gemeinsame Modellumgebung.
Preis n.a.
Simplebim
Finnland
IFC-Aufbereitung, Datenfilterung und Anreicherung vor der Prüfung.
auf Anfrage
Bauen digital Schweiz
Schweiz
Prüfregeln, LOIN-Grundlagen und BIM-Abwicklungsmodell, überwiegend kostenlos.
kostenlos
Baustelle und Dokumentation
Benetics
Schweiz, Zürich
Baustellenkommunikation mit Sprachassistent, über 30 Sprachen.
Starter gratis, Pro ab CHF 25
PlanRadar
Österreich
Baudokumentation, Mängelmanagement, Berichte, ISO 27001 zertifiziert.
ab EUR 26/Nutzer
Fieldwire
USA, Hilti-Gruppe
Field-Management: Aufgaben, Terminplan, Punchlist, Plan- und BIM-Viewer.
Basic USD 0, Pro USD 39
OpenSpace
USA, Regionen wählbar
360-Grad-Baustellenerfassung, Fortschrittserfassung, BIM-Koordination.
Preis n.a.
Allgemeine KI mit Schweizer Hosting
Infomaniak AI Services
Schweiz, Genf
OpenAI-kompatible API, Prompts werden nicht gespeichert und nicht trainiert.
1 Mio Credits gratis
Apertus
Schweiz, EPFL/ETH/CSCS
Offenes Schweizer LLM mit offenen Gewichten als Basis für eigene Bau-Assistenten.
Open Weights
Microsoft 365 Copilot
USA, Datenresidenz-Optionen
Assistenz in Word, Excel, Outlook, Teams. Typischer Einstieg mit bestehender M365-Basis.
Preis n.a.
Exoscale Managed Inference
Schweiz
Verarbeitung im Schweizer Rechenzentrum, auch dediziert für On-Premise-nahe Setups.
verbrauchsabhängig
Giotto.ai
Schweiz, Zürich
Schweizer KI-Plattform für Assistenten und Chatbots auf eigenen Dokumenten, Verarbeitung in der Schweiz.
Preis n.a.
Protokolle, Sitzungen und Transkription
Meeting-Tool-Check
Schweiz, Vergleich
Übersicht von Transkriptionslösungen für Schweiz und EU: Datenflüsse, Speicherorte, Einsatzbedingungen.
kostenlos
Microsoft Teams Premium
USA, Datenresidenz-Optionen
Intelligente Sitzungsprotokolle direkt im bestehenden M365-Vertrag, keine zusätzliche Datenweitergabe.
Preis n.a.
Infomaniak kMeet / AI Tools
Schweiz, Genf
Sitzungen und Transkription mit Verarbeitung in der Schweiz, ohne Training auf deinen Daten.
ab CHF 0
Whisper self-hosted
Eigene Infrastruktur
Transkription lokal oder im eigenen Rechenzentrum, wenn Baustellen- oder Vergabegespräche das Haus nicht verlassen dürfen.
Open Source
Podcasts: Praxiswissen für unterwegs
Konkrete Einzelepisoden statt Podcast-Namen. Der Schweizer Bezugspunkt ist BauTechTalk, ergänzt um die deutschsprachige BIM-Community und internationale ConTech-Debatten.
Deutschsprachig
BauTechTalk
14.07.2026 · 28:39
5000 Seiten in 5 Stunden: KI und die Zukunft der Submission
Dominic Graber, Scait
Submissionsprüfung ist der erste harte KI-Business-Case im Bau.
BauTechTalk
17.04.2026 · 31:35
KI in der Baubranche? Alle wollen es, niemand weiss wofür
Laurin Bertozzi, sieber&partners
Die Use-Case-Lücke ist das Hauptproblem der Branche.
BauTechTalk
11.08.2026 · 25:44
Rechnet sich die Digitalisierung auf der Baustelle?
Benjamin Kuster, Leadway Intelligence
Wirtschaftlichkeitsfrage statt Technikfrage.
bSD Talk
11.08.2026 · 49:18
#43 Wie KI in der Bau- und Immobilienwirtschaft wirklich Mehrwert schafft
Raffaela Schneid, Drees & Sommer
Mehrwert entsteht erst bei strukturierten Daten.
Digital Bauen
12.03.2026 · 29:03
Chat with your Model: KI und Governance am Bau
André Friedel
Ohne Governance kein KI-Nutzen am Modell.
ARCHITEKTURFUNK
25.09.2025 · 57:06
#189 Kollegin oder Konkurrenz? KI im Planungsbüro
Stefan Kaufmann, Nils Fischer
KI ersetzt Architektinnen nicht, verändert die Arbeit aber grundlegend.
Englischsprachig
The ConTech Crew
09.06.2026 · 48:55
AI in Construction Is Making Decisions Without Human Control
Colin Whitlatch, Kahua
Governance- und Compliance-Risiko autonomer Entscheide.
Digital Construction Podcast
28.04.2026 · 42:03
PDF is Not Dead: The Data Foundation Your Construction AI Strategy Needs
Shanoc Halliday
Datenfundament vor KI-Strategie.
Bricks and Bytes
21.07.2026 · 64:57
Barton Malow CEO Ryan Maibach on AI, Data Centres and the Future of Construction
Ryan Maibach
40 Tools pro Projektleiter, kein messbarer Produktivitätsgewinn.
Digital Construction Podcast
04.08.2026 · 43:21
Inside buildingSMART: The Future of IFC
Eric Bugeja
Ohne offene Standards skaliert KI nur die Fehler.
Studien, Normen und Weiterbildung zum Vertiefen
Studien und Whitepaper zum Download
- Whitepaper Digital Next Gen Trendmonitor 2026Bauen digital Schweiz / buildingSMART Switzerland, 2026bauen-digital.ch
- Innovation Sandbox: KI bei BaubewilligungenKanton Zürich, 3 336 Einzeltests über 8 Modellezh.ch
- Potenzialstudie KI BaubewilligungenFHNW für die Baudirektion Kanton Zürichzh.ch
- BIMcert Handbook: Basic Knowledge openBIMTU Wien, 2024, kostenlosrepositum.tuwien.at
- CRUX Insight 8: Streitsummen und BauzeitverlängerungenHKA, 2 200 Projekte in 114 Ländernhka.com
- Fachkräftemangelstudie BauhauptgewerbeSchweizerischer Baumeisterverbandshop.baumeister.swiss
Weiterbildung Schweiz
- Fachkurs Generative KI für die BaubrancheHSLU Technik und Architektur · 3 Tage Horw plus 3 Halbtage online, CHF 2'400, Start 13. November 2026hslu.ch
- CAS Digital Construction: Entwurf und PlanungHSLU · 4 Monate, 10 ECTS, CHF 6'400, Start 28. August 2026hslu.ch
- MAS Digitales BauenFHNW, Campus Muttenz · 3 CAS plus Master-Thesis, 60 ECTS, CHF 30'000, Start 1. September 2026fhnw.ch
- CAS Digitales Bauen: Integriertes ProjektmanagementFHNW · 10 Monate, 15 ECTS, CHF 9'600, Start 21. Oktober 2026fhnw.ch
Normen und Netzwerke
QUELLEN FÜR DIE RECHTLICHEN GRUNDLAGEN
Rechtliche Einordnung mit EDÖB und VISCHER, Produktbedingungen mit den jeweiligen Anbieterquellen, Schweizer Marktvergleich als Momentaufnahme gekennzeichnet.
EDÖB: Outsourcing und Auftragsdatenbearbeitung
Verantwortung des Auftraggebers, Weisungen, Unterauftragnehmer, Auslandbekanntgabe.
VISCHER: KI-Tools und Datenschutz, Teil 31
Juristische Einschätzung zu Produkten und Tarifen. Keine Rechtsberatung, Stand 2026.
Microsoft: Enterprise Data Protection in Copilot
DPA, keine Nutzung fürs Training, separate Bedingungen für Bing-Webabfragen.
OpenAI: Enterprise Privacy
Business- und API-Daten werden standardmässig nicht fürs Training verwendet, DPA verfügbar.
Google Cloud: Web Grounding for Enterprise
Unterschied zwischen Search Grounding und Enterprise-Grounding mit Zusatzkontrollen.
swissAI: Schweizer KI-Chats im Überblick
Vergleich nach Firma, Hosting, Modell und Datenstandort. Momentaufnahme August 2026.
Bauen digital Schweiz: Publikationen
LOIN, BIM-Abwicklungsmodell, Whitepaper und Factsheets, überwiegend kostenlos.
CRB: NPK, BKP, eBKP und Regelsatz eBKP–IFC
Verbindliche Schweizer Kostenstruktur als Basis modellbasierter Automatisierung.
Quellenhinweis: Produktbedingungen ändern sich. Vor jedem Kundeneinsatz müssen Tarif, DPA, Websuche, Unterauftragnehmer und regionale Verarbeitung erneut geprüft werden. Diese Seite ist keine Rechtsberatung.
Glossar: die Begriffe dieser Seite in einfachen Worten
Kein Fachchinesisch nötig. Wenn dir auf dieser Seite ein Wort begegnet, das du nicht sicher einordnest, findest du es hier in einem Satz erklärt.
- KI / Sprachmodell
- Ein Programm, das aus riesigen Textmengen gelernt hat, Sprache fortzusetzen. Es kennt keine Wahrheit, es rechnet Wahrscheinlichkeiten. Deshalb muss jedes Ergebnis von einem Menschen geprüft werden.
- Prompt
- Die Eingabe, die du dem Werkzeug gibst — also deine Frage samt Unterlagen. Je klarer Auftrag, Rolle und Format beschrieben sind, desto brauchbarer das Ergebnis.
- Halluzination
- Eine erfundene, aber überzeugend formulierte Antwort. Typisch bei Normen, Paragraphen und Zahlen. Darum gilt in jedem Prozess ein menschlicher Kontrollpunkt.
- Schatten-KI
- Mitarbeitende nutzen KI über private Konten, ohne dass die Firma es weiss oder regelt. Die Daten verlassen dabei unkontrolliert das Unternehmen.
- Gratis- vs. Business-Tarif
- Beim Gratis- oder Privatabo darf der Anbieter deine Eingaben in der Regel weiterverwenden. Erst der Business- oder Enterprise-Vertrag schliesst das vertraglich aus.
- DPA / AVV
- Auftragsverarbeitungsvertrag. Der schriftliche Vertrag, der regelt, was ein Anbieter mit deinen Daten tun darf. Ohne ihn gehören keine Kunden- oder Personendaten ins Werkzeug.
- Training / Opt-out
- Ob deine Eingaben zur Verbesserung des Modells verwendet werden. Opt-out heisst: du kannst das abschalten — und musst es aktiv tun.
- Abuse Monitoring
- Missbrauchskontrolle des Anbieters: Eingaben werden zwischengespeichert und teils von Menschen gesichtet. Bei sensiblen Daten braucht es dafür eine Ausnahme.
- Hosting / Datenstandort
- Der Ort, an dem die Server stehen. Schweizer Standort allein bedeutet nicht, dass nur Schweizer Recht gilt — entscheidend ist, wer den Anbieter kontrolliert.
- revDSG
- Das revidierte Schweizer Datenschutzgesetz. Es verlangt unter anderem Transparenz, Zweckbindung und Sorgfalt bei der Weitergabe von Personendaten ins Ausland.
- BIM
- Building Information Modeling. Die Planung am gemeinsamen digitalen Bauwerksmodell statt an getrennten Plänen. KI arbeitet hier auf Modelldaten, nicht auf PDF.
- Submission
- Das Ausschreibungs- und Vergabeverfahren. KI hilft beim Lesen und Vergleichen der Unterlagen — die Vergabeentscheidung trifft immer der Mensch.
Häufige Fragen, ehrlich beantwortet
Warum nicht einfach ChatGPT oder Copilot freigeben?+
Weil derselbe Anbieter je nach Tarif, Vertrag und Konfiguration unterschiedliche Datenschutzbedingungen hat. Die Freigabe muss produkt- und funktionsbezogen erfolgen.
Dürfen wir Verträge oder Pläne hochladen?+
Nur wenn Datenklasse, Vertrag, Aufbewahrung, Zugriffe und mögliche Unterauftragnehmer geprüft sind. Für vertrauliche Daten braucht es eine kontrollierte Umgebung.
Reicht Schweizer Hosting?+
Nein. Hosting, Verarbeitung, Modellherkunft, Websuche und Vertragsrecht sind getrennte Prüfpunkte.
Brauchen wir vor dem Pilot eine vollständige Strategie?+
Nein. Für den Start reichen eine einseitige Richtlinie, eine Datenampel, genehmigte Tools und klar begrenzte Pilotfälle.
Darf KI über eine Vergabe entscheiden?+
KI kann strukturieren, vergleichen und auf Auffälligkeiten hinweisen. Der nachvollziehbare Entscheid bleibt beim Menschen.
Dürfen wir Sitzungen und Baustellenbesprechungen automatisch transkribieren?+
Ja, wenn Einwilligung, Speicherort und Aufbewahrung geklärt sind und das Tool zur Datenklasse passt. Welche Transkriptionslösungen für Schweiz und EU dafür in Frage kommen, zeigt der Meeting-Tool-Check auf transcribe.fragroger.ai. Für vertrauliche Vergabe- oder Personalgespräche gilt: entweder eine Lösung im bestehenden Vertrag (z. B. Teams Premium) oder eine selbst gehostete Transkription.
Welchen Chatbot sollen wir für interne Fragen einsetzen?+
Für einen Assistenten auf euren eigenen Dokumenten empfiehlt sich Giotto.ai als Schweizer Anbieter mit Verarbeitung in der Schweiz. Wer volle Kontrolle will, hostet selbst und kombiniert das mit Mistral-Modellen. Ist Microsoft 365 bereits im Haus, ist Copilot der schnellste Weg ohne neuen Anbietervertrag. In allen Fällen gilt: Datenklasse festlegen, DPA prüfen, Websuche bewusst ein- oder ausschalten.
Muss daraus ein grosses IT-Projekt werden?+
Nein. Ein Pilot startet klein. Entscheidend sind ein abgegrenzter Prozess, geeignete Daten, eine verantwortliche Person und klare Qualitätskriterien.
KANN ICH DIR WEITERHELFEN? VOM TOOLCHAOS ZUR UMSETZUNG
Module
Praxisnutzen
Anwendungen für Planungsbüro, Bauunternehmen und Vergabestelle priorisieren.
Governance
Datenampel, genehmigte Tools, Websuche und Upload-Regeln festlegen.
Toolentscheidung
Anbieter anhand von DPA, Datenarten, Training und Suchfunktionen prüfen.
Prozessarbeit
Drei Pilotfälle mit Datenquelle, Verantwortlichen und Qualitätskriterien definieren.
Umsetzung
Pilotzeitraum, Schulung, Messgrössen und Review festlegen.
Was du danach in der Hand hast
- Entwurf einer einseitigen KI-Richtlinie
- Datenampel mit grünen, gelben und roten Datenklassen
- Tool- und Anbieter-Checkliste mit vier Prüfkriterien
- Drei ausgearbeitete Pilotkarten
- Pilotplan: zwei Wochen Vorbereitung, sechs Wochen Test, danach Risiko- und Nutzenentscheid
Angebotsarchitektur
Primär: Inhouse-Workshop, Halbtag oder Tag. Sekundär: Führungskräfte-Briefing, 60 bis 90 Minuten. Optional: Begleitung des achtwöchigen Piloten. Dauer, Teilnehmerzahl und Preis werden auf deine Organisation abgestimmt.

Referent · Ökonom · Unternehmer
Roger Basler de Roca
Ich übersetze KI in Arbeitsweisen, die im Alltag von Planung, Ausführung und Vergabe standhalten. Über 100 Vorträge und Workshops pro Jahr, Fokus auf Umsetzung in KMU statt auf Technologie-Demos.
Nächster Schritt
Klären wir deine Pilotfelder.
Im Vorgespräch schauen wir uns deine Prozesse in Submission, Kalkulation, Planung und Dokumentation an und benennen drei Pilotfälle, die sich innerhalb von acht Wochen testen lassen. Ohne Verpflichtung und ohne Produktverkauf.
Schweizer Kontext · Konkrete Pilotfälle · Keine automatisierten Vergabeentscheide


